Erläuterung Tageslicht

Vollspektrum-Tageslicht

 

Die Bedeutung von Tageslicht für unser Wohlbefinden

 

Medizinische Studien zeigten, dass viele Menschen in der Winterperiode an "Winterblues" oder sogar schweren Depressionen infolge von Lichtmangel leiden.

 

Demnach leiden 3 % der Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren in dieser Periode an (mitunter schweren) Depressionen, welche die unmittelbare Konsequenz von zu wenig Licht sind. Es handelt sich dabei öfter um Frauen als um Männer.

Die Hälfte aller Menschen leidet in diesen Monaten an Abgespanntheit und Lustlosigkeit, viele fühlen sich schneller deprimiert. Aber nicht nur die Stimmung leidet am Lichtmangel. Tageslicht scheint außerdem einen deutlichen Einfluss auf die Arbeitsleistungen zu haben: weniger Konzentration und niedrigere Leistung sind die Folge.

 

Wie wichtig Tageslicht für den Arbeitnehmer sein kann, zeigt eine vergleichende Studie, die einige Jahre hintereinander an Arbeitnehmern durchgeführt wurde, die sich an einem Arbeitsplatz mit Tageslicht (Tageslichtgruppe) aufhalten, und an Personen, die an einem Arbeitsplatz ohne Tageslicht (Kunstlichtgruppe) tätig sind. Gemessen wurde die Stimmung, Stress, der Umgang mit Stress und die Schlafqualität im Januar und im Mai. Dabei lassen sich die Unterschiede klar erkennen: Bei der Messung im Mai gab die Tageslichtgruppe eine bessere Stimmung und weniger Stress an als im Winter, während bei der Kunstlichtgruppe keine Verbesserung von der Winter- zur Sommermessung ersichtlich war.

 
 

Licht beeinflusst den Biorhythmus

 

Eine andere Studie unter Schichtarbeitern erwies, dass die Fehlerquote während des Arbeitsprozesses eng mit unserem biologischen Rhythmus zusammenhängt. Zwischen zwei und sechs Uhr nachts ist die Fehlerquote am größten. Auch zu anderen Zeiten des Tages ist das Konzentrationsvermögen nicht immer gleich und resultiert in einer höheren oder geringeren Fehlerquote.

 

Mediziner haben sich gefragt, wie sich dies erklären lässt. Studien zeigen, dass Licht - und dann vor allem Tageslicht - sehr wichtig für den menschlichen Körper ist und deshalb für das menschliche Funktionieren. Licht beeinflusst den Tag- und Nachtrhythmus - und mehr als das: unsere biologische Uhr - und damit alle möglichen Prozesse in unserem Körper. Es geht dabei um die Hormonproduktion, die Produktion von Stoffen, die uns wach halten oder uns schlafen lassen. Licht beeinflusst unser Essmuster und unsere Körpertemperatur. Im menschlichen Gehirn befindet sich ein sehr kleines Organ, das diesen Biorhythmus regelt. Es wird mithilfe des durch die Augen einfallenden Lichts aktiviert. Darauf reagierend gibt es Signale an unser Gehirn weiter und setzt auf diese Weise einen Prozess in Gang, der ungefähr 24 Stunden dauert - genau die Zeit vom Morgen bis zum nächsten Morgen - um wieder aufs Neue anzufangen.

 

Folgen von Tageslichtmangel
 
Zu wenig Licht oder Licht im falschen Augenblick verabreicht, kann diesen Prozess beträchtlich beeinflussen. Es kann zu Gesundheitsbeschwerden, Schlafstörungen, Stress, Konzentrationsstörungen und allen möglichen Gefühlen von Unbehagen und Unwohlsein führen. Das ist ein bekanntes Phänomen bei Menschen im Schichtdienst, bei denen die biologische Uhr immer wieder durcheinander gebracht wird. Menschen, die lange Zeit im Schichtdienst arbeiten, bekommen oft auf die Dauer Gesundheitsbeschwerden. Schlafstörungen kommen sehr häufig vor.
Ein Lichtschema, das sich an unserem biologischen Rhythmus orientiert - ein Mensch ist schließlich ein Tageswesen, kein Nachtwesen - ist demnach lebensnotwendig für unsere Gesundheit.
 
Das Besondere an Tageslicht
 
Tageslicht ist eine "lebendige" Form von Licht. Es enthält ein breites Farbspektrum, aber auch viele unterschiedliche "Sorten" Strahlung, wovon einige wichtig sind für die Vitaminproduktion. Tageslicht ist eine variable Form von Licht, es ändert sich im Laufe des Tages sowohl durch den Lauf der Sonne als auch durch die Schwankungen der Wetterverhältnisse. Es hat eine hohe Intensität und wird nachweislich als positiv empfunden.
Mediziner haben entdeckt, dass Menschen, die sehr winterdepressiv sind, außerordentlich positiv auf die Verabreichung bestimmter Sorten Licht im richtigen Augenblick reagieren. Man hat experimentell diese Lichtsorten an Arbeitsplätzen mit zu wenig Licht (z.B. bei Nachtdiensten) eingesetzt und es scheint, dass sie die negative Wirkung von Nachtarbeit verringern können (sie werden dadurch nicht beseitigt!), wenn eine effektive "Lichtpolitik" für diese Arbeitsplätze eingerichtet wird.
 
 
 
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